Welcher Wasserzähler kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um den Zähler des Herstellers Diehl mit dem Fabrikat Hydrus 2.0.
Welche Messtechnik kommt zum Einsatz und wie funktioniert diese?
Die eingebauten Zähler basieren auf Ultraschallmesstechnik. Im Gehäuse des Wasserzählers befinden sich paarweise gegenüberliegende Sensoren. Jeder Sensor kann wechselweise Ultraschallsignale senden und empfangen. Entscheidend dabei ist die Signaldauer. Erfolgt kein Durchfluss, ist die Dauer der Signale identisch. Bei Wasserverbrauch (Durchfluss) werden die Signale in Fließrichtung kürzer, entgegen der Fließrichtung länger. Aus dieser Differenz und dem Messstreckenquerschnitt erfolgt eine exakte Durchflussmessung.
Wie und wann erfolgt der Einbau?
Der Einbau erfolgt im Rahmen des turnusmäßigen Wasserzählerwechsels durch eigene Mitarbeiter der Stadtwerke oder beauftragte Dienstleister. Der Zählerwechsel ist für Sie kostenfrei.
Eine kundenwunschbasierte Bestellung eines digitalen Wasserzählers ist leider nicht möglich.
Wie erfolgt zukünftig die Zählerstandserfassung (Ablesung)?
Ab dem Jahre 2028 werden wir die Wasserzähler über Funk im Drive-By-Verfahren auslesen. Dabei werden die auf den Stichtag (31.12. eines jeden Jahres) gespeicherten Daten übertragen. Die Übertragung erfolgt dabei vom Sendemodul des Zählers unidirektional an unser Empfangsmodul. Die Daten können von Dritten weder eingesehen noch ausgelesen werden.
Für die Jahre 2026 und 2027 werden von uns nach wie vor die gewohnten Ablesekarten an Sie versandt.
Wie oft werden die Daten ausgelesen?
Die Daten werden in der Regel einmal im Jahr zu Zwecken der Abrechnung ausgelesen. Zusätzlich können im Bedarfsfall anlassbezogene Auslesungen bei außerordentlichen Erfordernissen, zur Abwehr von Gefahren, zur Gewährleistung der Betriebssicherheit und Hygiene durchgeführt werden.
Welche Daten werden ausgelesen?
Verbrauchswerte (Zählerstand), Zählernummer, Datum und Zeit der Übermittlung, Temperaturangaben, verbleibende Batterielebensdauer und etwaige Fehlermeldungen. Letztere dienen Kontroll- und Diagnosezwecken.
Sind meine Daten sicher?
Ihre Sicherheit und der Schutz Ihrer Daten hat höchste Priorität. Im Zähler ist kein Name oder Einbauort gespeichert. Die gesendeten Daten der Zähler umfassen nicht den kompletten Speicher des Zählers, sondern nur abrechnungsrelevante Daten. Die Zählerdaten werden mittels einer Spezialsoftware abgerufen. Jeder Zähler hat eine eigene individuelle Verschlüsselung. Nur mit dem passenden Gegenschlüssel kann das Empfangsmodul die Daten empfangen. Es wird mit einem Sicherheitsprotokoll und einer mehrfachen Verschlüsselung gesendet. Dieses Protokoll ist vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zertifiziert. Ein direkter Zugriff von außen auf den Zähler ist nicht möglich. Als Nachweis zur Einhaltung der einschlägigen nationalen und internationalen Normen, u. a. auch für die elektromagnetische Umweltverträglichkeit, liegen Konformitätserklärungen des Herstellers vor. Weitere Informationen zum Datenschutz>
Wie lange werden die Daten im Zähler gespeichert?
Der Wasserzähler bietet die Möglichkeit, vom Zähler gemessene Werte in einem internen Speicher zu hinterlegen. Somit können die erfassten täglichen Zählerstände für bis zu 1024 Tage nachvollzogen und periodisch aktualisiert werden. Es handelt sich um Tagesdurchfluss, Wassertemperatur sowie um Fehler- und Alarmereignisse. Diese Daten können nur direkt am Wasserzähler ausgelesen werden. Dadurch können z. B. Unstimmigkeiten bei der Abrechnung gemeinsam mit Ihnen geklärt werden.
Kann ich meinen Zählerstand selbst kontrollieren?
Auch der neue Wasserzähler zeigt Ihnen Ihren aktuellen Zählerstand (m³ + 3 Nachkommastellen) an, sodass Sie Ihr aktuelles Verbrauchsverhalten im Blick behalten können. Zusätzlich profitieren Sie von weiteren ablesbaren Daten wie zum Beispiel möglichen Fehlermeldungen (Leckageüberwachung usw). Eine Bedienungsanleitung finden Sie auf unserer Webseite.
Wie stark ist die Sendeleistung des Moduls?
Die Sendeleistung beträgt max. 25 mW bei 868 MHz. Bei einem Sendeimpuls alle 20 Sekunden und einer Übertragungsdauer von 15 Millisekunden ergibt sich eine tägliche Gesamt-Sendedauer von weniger als einer Minute. Das ist unbedenklich und deutlich geringer als die Sendeleistung von anderen im Haushalt genutzten Diensten oder Geräten wie z.B. Schnurlostelefone, Mobiltelefone oder WLAN-Router, die selbst im Standby-Modus mit deutlich größerer Leistung senden, wirken dagegen mehrere Stunden – wenn nicht rund um die Uhr auf ihre Umgebung ein.
Die Stärke elektromagnetischer Felder nimmt mit zunehmender Entfernung zur Quelle rapide ab. So beträgt die sogenannte Dämpfung selbst im freien Raum schon in einem Meter Entfernung ca. 31 Dezibel (dB). Bereits 3 dB bedeuten aber schon eine Halbierung der Sendeleistung. Bei einem Abstand von einem Meter zum Zähler besteht nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Sendeleistung. Typischerweise beträgt der Abstand zwischen Hausbewohner und Zähler ein Vielfaches davon – mit Wänden und Decken im Übertragungsweg, die eine deutlich größere Dämpfung bewirken als der freie Raum. Mobil- und Schnurlostelefone hingegen werden nahe am, Körper des Nutzers eingesetzt.
Vergleicht man die Sendeleistung des zum Einsatz kommenden Funkwasserzählers Hydrus 2.0 mit anderen häufig genutzten Geräten, wird die verhältnismäßig geringe Sendeleistung besonders deutlich.

Bei der Entwicklung und Produktion der Ultraschallwasserzähler HYDRUS werden alle relevanten Normen und Vorschriften eingehalten. Als Nachweis zur Einhaltung der einschlägigen nationalen und internationalen Normen, u. a. auch für die elektromagnetische Umweltverträglichkeit, liegen Konformitätserklärungen des Herstellers vor.
Grundsätzlich ist es nicht möglich eine Bio-Physikalische Veränderung des Trinkwassers mit dem HYDRUS Ultraschallwasserzähler herbeizuführen.
Welche Vorteile haben Sie durch den neuen Zähler?
Ablesung: Zukünftig ist ein Betreten Ihres Hauses zur Ablesung Ihres Wasserzählers nicht mehr erforderlich. Außerdem führt die Auslesung per Sendemodul zur Verminderung von Ablesefehlern (Zahlendreher, Übertragungs- oder Tippfehler), da die Werte stichtaggenau erfasst und übertragen werden.
Früherkennung von Störungen: Bei außergewöhnlichen Verbräuchen meldet der Zähler im Display einen optischen Alarm. Durch Ihre regelmäßige Inaugenscheinnahme des Zählers können Sie frühzeitig diverse Fehlerbilder (schleichende Leckagen bzw. Undichtigkeiten, durchlaufende Toilettenspülung, tropfende Wasserhähne etc.) erkennen.
Geräusche: Das Ultraschallmessverfahren ist im Vergleich zu einem mechanischen Zähler deutlich geräuschärmer.
Seltenere Zählerwechsel: Aufgrund ihres Messprinzips verfügt die neue Zählergeneration über keinerlei bewegliche Teile. Somit erfolgt eine genauere, nahezu verschleißfreie Messung. Die Wasserzähler entsprechen den eichrechtlichen Vorschriften und können voraussichtlich mindestens 12 Jahre eingebaut bleiben.
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